Das hilft gegen Spannungskopfschmerzen

Hilfe gegen chronischen Spannungskopfschmerz

Die Physiotherapie in Siegburg wird gelegentlich von Patienten mit chronischem Spannungskopfschmerz aufgesucht. Das macht durchaus Sinn, denn gegen diese Art von Schmerzen helfen auch physiotherapeutische Maßnahmen.

Wie äußert sich chronischer Spannungskopfschmerz?

Patienten in unsere Siegburg Physio berichten von dumpfen Schmerzen, die auf den gesamten Kopf drücken. Solche Leiden treten auch episodisch auf und sind dann zwar äußerst unangenehm, aber vor dem chronischen Stadium durchaus gut beherrschbar. Ärzte verschreiben bei vorübergehendem Spannungskopfschmerz einfache Analgetika und nichtsteroidale Antirheumatika. Die Wirkstoffe sind vorwiegend Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Paracetamol und Ketoprofen. Helfen können auch Pfefferminzöl und Tigerbalsam, die behutsam auf die Schläfen gerieben werden. Unter Fachleuten gilt diese Art der Behandlung von kurzfristigem Kopfschmerz, die Betroffene auch selbst vornehmen können, als absolut akzeptabel. Ein ernstes Problem ergibt sich beim Übergang zu chronischem Spannungskopfschmerz. Dieser wird diagnostiziert, wenn der Kopfschmerz über mindestens drei Monate in Folge häufiger als an 15 Tagen monatlich auftritt. Patienten sollten hierüber ein Kopfschmerztagebuch führen. Betroffen sind bis zu drei Prozent der westeuropäischen Bevölkerung. In solchen Fällen ist der Gang zum Schmerztherapeuten oder Neurologen unerlässlich. Die Zeit des Therapiebeginns ist recht bedeutsam: Wenn der Patient schon zu Beginn der Chronifizierung eine adäquate Behandlung erhält, gibt es gute Chancen, durch eine multimodale Therapie den Spannungskopfschmerz zurückzubilden.

Keine Schmerzmittel bei chronischer Erkrankung

Schmerzmittel helfen gegen chronische Spannungskopfschmerzen nicht mehr. Die Chronifizierung ist nach drei bis fünf Jahren abgeschlossen. Wer jetzt noch mit Analgetika die Selbstmedikation versucht, kann bestenfalls die Schmerzintensität verringern, riskiert aber eine Medikamentenabhängigkeit und eine gefährliche Belastung der Leber durch die Schmerzmittel. Daher kommt die multimodale Therapie zum Ansatz. Diese besteht aus folgenden vier Säulen:

  • 1. Die medikamentöse Dauerbehandlung setzt nicht auf klassische Schmerzmittel, die auch Nebenwirkungen hervorrufen und schlimmstenfalls die Kopfschmerzen verstärken können, sondern auf trizyklische Antidepressiva. Amitriptylin gilt als Mittel der Wahl. Es beeinflusst den Serotonin-Stoffwechsel, wodurch der Patient gegen die Schmerzen weniger empfindlich ist.
  • 2. Eine Verhaltenstherapie mit Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung nach Jacobsen verringert ebenfalls die Intensität der Schmerzen. Bei der Progressiven Muskelentspannung werden Muskeln gezielt angespannt und wieder entspannt. Das Autogene Training ist eine Methode der nach innen gerichteten Selbstentspannung, bei der es eine Grundübung gibt, welche direkt die Stirn anspricht und damit gezielt gegen den Kopfschmerz wirkt. Die Patienten wählen unter diesen Methoden selbst die individuell passende aus. Für depressive Patienten soll sich Autogenes Training generell wenig eignen. Wichtig zu wissen: Die Krankenkassen übernehmen für solche Entspannungstherapien bis zu 80 % aller Kosten. Diesen Zuschuss sollten Patienten bei ihrer Kasse erfragen. Alle Krankenkassen verlangen vom Therapeuten ein Zertifikat. Beide Methoden – Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training – müssen erlernt werden. Die Übungsphase dauert vier bis sechs Wochen, danach führen die Patienten die Übungen daheim selbstständig über rund 15 Minuten täglich durch. Das Gehirn leitet damit die Konditionierung einer Entspannung ein, welche den chronischen Spannungskopfschmerz senkt. Später können Patienten die Methoden bedarfsbezogen und in kürzeren Einheiten anwenden.
  • 3. Ausdauersport wie Schwimmen, Joggen oder Nordic Walking hilft bei regelmäßiger Durchführung rund dreimal wöchentlich, den chronischen Kopfschmerz zu reduzieren.
  • 4. Eine Physiotherapie wirkt ebenso gegen chronische Spannungskopfschmerzen und ist die vierte Säule der multimodalen Therapie. Wir behandeln in unserer Physiotherapie in Siegburg dabei gezielt die muskulären Verspannungen, die sich unter anderem im Nacken bilden. Diese Verspannungen sind eine körperliche Reaktion auf den Schmerz, die diesen letztendlich verstärkt.

Wir beraten Sie gern in der Siegburg Physio zu den Möglichkeiten gegen chronische Spannungskopfschmerzen.